Bewerbung um eine Landesgartenschau in Haldensleben 2026

Betreff
Bewerbung um eine Landesgartenschau in Haldensleben 2026
Vorlage
447-(VI.)/2019
Art
Beschlussvorlage SR

Gesetzliche Grundlage:

§ 45 Kommunalverfassungsgesetz Sachsen-Anhalt (KVG LSA), Runderlass des MLU vom 10.05.2011 – 63.31-02055/2 Grundsätze für die Durchführung von Landesgartenschauen

 

 

Anlagen:

Anlage 1: Ausschreibung des MULE

Anlage 2: Runderlass „Grundsätze für die Durchführung von Landesgartenschauen“

Anlage 3: Stufe 1 der Machbarkeitsstudie für die sachsen-anhaltinische Landesgartenschau 2026 in Haldensleben

 

Begründung:

 

Der Stadtrat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 23.06.2016 beschlossen zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen eine Landesgartenschau in Haldensleben im Jahr 2026 ausgerichtet werden kann. Dafür wurde am 14.09.2018 das Büro „Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten“ (UKL) beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten.

 

Am 26.03.2019 hat die Landesregierung Sachsen-Anhalts beschlossen, das Bewerbungsverfahren für die Durchführung einer Landesgartenschau im Jahr 2026 zu eröffnen (Anlage 1). Bis zum 15.06.2020 können interessierte Städte und Gemeinden ihre Bewerbungen einreichen. Um der veranstaltenden Kommune Planungssicherheit zu geben, stellt das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie für die „Maßnahmen des grünen Bereichs“ 6 Millionen Euro als Sockelbetrag, vorbehaltlich der parlamentarischen Beratungen zur zukünftigen Finanzplanung und zu den Haushaltsplänen 2024-2026, bereit. Kommunen, die sich bewerben, müssen in der Lage sein, die Finanzierung der Investitions-, Durchführungs-, Folge- und Nachnutzungskosten im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung des geplanten Sockelbetrages haushaltsmäßig abzusichern.

 

Voraussetzung für die Bewerbung um die Durchführung einer Landesgartenschau ist der Nachweis eines schlüssigen Konzeptes zur Gestaltung und Durchführung. Das Konzept muss den Zielvorstellungen der Durchführung von Landesgartenschauen in Sachsen-Anhalt Rechnung tragen. Diese sind den „Grundsätzen für die Durchführung von Landesgartenschauen (RErl. Des MLU vom 10.05.2011 – 63.31-02055/2) geregelt (Anlage 2).

 

Der Auftrag an das Büro wurde in 2 Stufen unterteilt. In der 1. Stufe wurde zunächst der Mehrwert einer Gartenschau in Haldensleben dargestellt und es wurden potentielle Standorte im Stadtgebiet auf Gartenschaueignung überprüft. Daraus wurden verschiedene Szenarien abgeleitet und diese wiederum bewertet. Schließlich wurde eine Empfehlung zur weiteren Vertiefung eines Vorzugsstandortes in einer Machbarkeitsstudie abgegeben. In der dann noch zu beauftragenden 2. Stufe soll der Vorzugsstandort in einer Machbarkeitsstudie vertieft werden, so dass alle gartenschaurelevanten Themen komplexer und detaillierter beleuchtet werden.

 

Szenario 1: Haldensleben

Die Fläche entlang der Ohre nördlich des Altstadtkerns, zusammen mit dem Festplatz Masche, dem Friedhof und dem Rundwanderweg um die Altstadt bilden den skizzierten Schauplatz für eine mögliche Gartenschau in Haldensleben. Die bereits bestehenden Grünflächen, die meist mindergenutzt und wenig qualitativ wertvoll gestaltet sind, würden eine hochwertige Aufwertung erfahren und derart insbesondere die Innenstadt von Haldensleben beleben. Allerdings wird die Verlagerung des Festplatzes Masche empfohlen.

 

Szenario 2: Hundisburg-Althaldensleben

Mit dem Schloss, dem Landschaftspark, dem Klostergut in Althaldensleben sowie der Alten Ziegelei würde man sich außerhalb der bisherigen Gartenschauszenarien bewegen und somit ein Alleinstellungsmerkmal bilden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass neben den „Grünen Maßnahmen“ ein zusätzlicher Aufwand in hochbaulichen Sanierungsmaßnahmen erbracht werden muss. Ein weiterer Schwerpunkt wird in dem geplanten Burgbauprojekt (analog zur Burg Guédelon in Frankreich) gesehen.

 

Das Büro spricht sich in der 1. Stufe der Studie für das Szenario 2 in Hundisburg-Althaldensleben aus (Anlage 3).

 

Die bisherigen Landesgartenschauen fanden in Zeitz (2004), Wernigerode (2006), Aschersleben (2010) und Burg (2018) statt. Die Stadt Havelberg hat sich 2015 an der BUGA Havelregion beteiligt. Im Frühjahr 2022 wird die fünfte Landesgartenschau in der Salzstadt Bad Dürrenberg eröffnet. In Auswertung der Besucherzahlen der vergangenen Gartenschauen ist ein abnehmender Trend festzustellen. Auch aus diesem Grund war in Burg ein finanzielles Defizit von über 1 Mio. € zustande gekommen.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Aufwendg./Auszahlg.:  30.000 EUR

HH-Jahr  2019 , KTR:  510203 , KST:60101100,I.-Nr.:      , SK/FK  527109/     

Die Mittel stehen planmäßig zur Verfügung:                 ja     nein   

Deckungsquelle:       

(Mehr-)Erträge/Einzahlg.:        EUR

HH-Jahr       , KTR:        , KST:     ,I.-Nr.:      , SK/FK       /